Dorstener Zeitung vom 23.02.2016.
In der Jahressitzung der „Kleinespel-Stiftung“, die am Samstag im Restaurant Berger in Feldhausen stattfand, gab es ein kleines Jubiläum zu feiern. Der Stifter und 1. Vorsitzende Gerd Kleinespel (Foto) erinnerte mit dem Leitmotiv, einem Schiller-Zitat aus „Wilhelm Tell“ („Dem Nächsten muss man helfen; es kann uns allen Gleiches ja begegnen.“) an die Gründung der Stiftung im Jahr 2006.
Mit Stolz konnte er auf mittlerweile zehn erfolgreiche Jahre zurückblicken. In dieser Zeit hat die Stiftung aus ihrem Kapital mehr als 80 000 Euro erwirtschaftet, die in unterschiedlich großen Teilbeträgen an weltliche und kirchliche Einrichtungen für gemeinnützige Zwecke ausgeschüttet worden sind.
Regionaler Schwerpunkt
Dabei lag der regionale Schwerpunkt stets auf Dorsten. Bereits im letzten Jahr ist der Vorstand zur Entlastung des Vorsitzenden um zwei Mitglieder, nämlich Liesel Körschen und Hans-Ulrich Pollender, erweitert worden. Darüber hinaus haben sich die organisatorischen Ertragsmöglichkeiten durch eine zwischenzeitliche Aufstockung des Stiftungskapitals erheblich verbessert. In diesem Jahr konnte der Vorstand für die Besetzung des Kuratoriums, das ihn kompetent in der Verwaltung des Stiftungsvermögens und der Ausschüttungen des Stiftungsertrages beraten soll, neben Brigitte Kleinespel, der Ehefrau des Stifters, auch Bürgermeister Tobias Stockhoff und Wirtschaftsprüfer Dennis Woltsche gewinnen. Beide nahmen ihre Berufung bereitwillig und dankend an.
Ehrenamt wertschätzen
Bürgermeister Stockhoff wies mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen bei der Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen auf die Möglichkeit einer Wertschätzung der Arbeit vieler ehrenamtlicher Helfer durch Zuwendungen aus Stiftungsmitteln hin. Bei den anschließenden Beratungen für die Mittelvergabe im Jahr 2016 war man sich dann auch schnell einig, neben der „Dorstener Tafel“, dem „Kinderschutzbund“ und dem „Blauen Kreuz“ vier verschiedene Flüchtlingsinitiativen in Dorsten entsprechend zu berücksichtigen. Gerd Kleinespel resümierte: „Wir hoffen, in Zukunft in Dorsten noch viel Gutes bewirken zu können.“ Wer daran mitwirken oder selbst eine Stiftung gründen will, kann auf der Homepage nähere Informationen und Kontakte erhalten.